Harald Welzer ist Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research in Essen und Professor für Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke. Die Schwerpunkte seiner Forschung und Lehre sind Erinnerung, Gruppengewalt und kulturwissenschaftliche Klimafolgenforschung. In seinem Buch “Klimakriege” beschreibt Welzer den Klimawandel als noch immer unterschätzte Bedrohung des menschlichen Zusammenlebens. Er werde primär als Naturkatastrophe betrachtet, während es in Wirklichkeit auf die sozialen Effekte ankomme, die in Folge der Klimaveränderungen zur Katastrophe führen werden. Im Zuge dieser Entwicklungen könnte der Zusammenbruch der politischen und sozialen Ordnung in weiten Teilen der Welt zu einem „Dauerkrieg“ führen, welcher nur verhindert werden könne, wenn die wohlhabenden Bevölkerungen der Industrieländer ihren bisherigen Konsumstil veränderten. In seinen neusten Studien für die Heinrich-Böll Stiftung zeigt Welzer jedoch mit seiner Analyse der „Mentalen Infrastruktur des Wachstums“ auch die Gründe für eine Mentalität des „Immer-weiter-so“ auf. Welzer wird an dem Workshop „Nachhaltiger Konsum für Alle“ teilnehmen.















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